Rekonstruktion der Hand, Dr. med. Jürgen Schaff & Dr. med. Susanne Morath: Dupuytrensche Kontraktur / Karpaltunnelsyndrom / Schnellender Finger / Schnappfinger in München

Dupuytrensche Kontraktur 

Unter einer Dupuytrenschen Kontraktur versteht man eine gutartige Bindegewebswucherung der Hand mit knotigen Verdickungen und verhärteten Strängen unter der Haut in der Handinnenfläche. Diese führen zu einer Funktionsbeeinträchtigung der Finger und, im weiteren Verlauf, der ganzen Hand.

Durch eine Operation können die Stränge unterbrochen und das krankhafte Bindegewebe entfernt werden. Die Operation kann in Plexusanästhesie durchgeführt werden, d. h. der betroffene Arm wird mit einer Spritze in die Achsel betäubt. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.  

Der Eingriff wird ambulant in unserer Praxis durchgeführt. Die Hand ist für zwei Wochen eingebunden. Danach können die Fäden entfernt und die Beübung der Finger begonnen werden. Bei ausgeprägten Befunden ist eine postoperative Krankengymnastik oft hilfreich. Nach etwa vier bis sechs Wochen ist die Hand wieder voll funktionsfähig.

 

Karpaltunnelsyndrom 

Unter einem Karpaltunnelsyndrom versteht man eine Einengung des Nervus medianus.  

Dieser Nerv verläuft in der Tiefe auf der Innenseite des Handgelenkes in einem Kanal, dem sogenannten Karpalkanal, und kann durch verschiedene Ursachen eingeengt sein.

Typische Syndrome sind elektrisierende Missempfindungen und ein Taubheitsgefühl im Bereich der ersten vier Finger (Daumen bis Ringfinger). Zusätzlich können auch Schmerzen, vor allem in der Nacht, auftreten.

Die operative Behandlung besteht in der Öffnung des oben beschriebenen Kanals. Damit wird eine Druckentlastung des Nervus medianus erreicht. Die Operation kann in Plexusanästhesie durchgeführt werden, d.h. der betroffene Arm wird mit einer Spritze in die Achsel betäubt. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. 

Der Eingriff  wird ambulant in unserer Praxis durchgeführt. Nach der Operation wird für zehn Tage eine Schiene angelegt. Danach kann sofort mit der Beübung der Hand begonnen werden. Nach vier bis sechs Wochen ist die Hand wieder voll funktionstüchtig.

 

Schnellender Finger - Schnappfinger - Tendovaginits stenosans

Der schnellende Finger ist eine typische handchirurgische Erkrankung und liegt in einer Störung des freien Gleitens der Beugesehnen begründet. Hintergrund: Die entsprechenden Sehnenscheiden werden durch sogenannte Ringbänder verstärkt. Diese Bänder können durch Knoten in den Sehnen oder sonstige Verdickungen die freie Bewegung der Sehnen blockieren. Diese Blockade kann dann oft nur durch vermehrten Kraftaufwand und unter Schmerzen gelöst werden, was zu einer ruckartigen, schnellenden Bewegung des betroffenen Fingers führt. 

Die Behandlung liegt in einer operativen Durchtrennung des befallenen Ringbandes über einen kleinen Hautschnitt in der Hohlhand. Die Operation wird in Plexusanästhesie durchgeführt, d. h. der betroffene Arm wird mit einer Spritze in die Achsel betäubt. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. 

Der Eingriff kann ambulant in unserer Praxis durchgeführt werden. Nach zehn Tagen werden die Fäden entfernt und die Hand ist nach kurzer Zeit wieder funktionstüchtig.