Genitalangleichende Operation in München Frau zu Mann bei Dr. med. Jürgen Schaff & Dr. med. Susanne Morath

Vor der Operation: 

Bei der Erstvorstellung wird neben einer ausführlichen Anamnese auch eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Anschließend wird das Vorgehen für die gesamte Genitalangleichung ausführlich besprochen. Dabei werden Vor- und Nachteile sowie die Risiken eingehend erläutert.

Da große Unterschiede in der Lebenssituation und bei den körperlichen Voraussetzungen bestehen, haben sich auch verschieden Operationstechniken bewährt. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, aus der Klitoris einen kleinen Penis zu formen oder es wird ein Penoid (also nur etwas penisähnliches!) konstruiert. Hierfür haben sich der Unterarmlappen, der Unterschenkellappen und der Oberschenkellappen bewährt.

Bei allen Methoden und bei allen Schritten wird versucht, narbensparend vorzugehen oder zumindest die Narben so schön wie möglich zu gestalten. Am Tag vor der Operation wird das Vorgehen noch einmal zusammengefasst und die Risiken aufgezeigt.

 

1. Operationsschritt: 

- Narbensparende Brustentfernung
- Scheidenentfernung
- Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke durch die Scheidenhöhle
- Harnröhrenverlängerung oder Klitpenbildung
- Harnröhrenpräformation (am Unterarm, Unterschenkel oder am Oberschenkel)

Nur durch Zusammenlegen dieser einzelnen Schritte in eine einzige Operation kann effektiv narbensparend vorgegangen werden. So kann zum Beispiel bei großen Brüsten überschüssige Haut und/oder die Scheidenhaut für die Harnröhrenpräformation verwendet werden, ohne neue Narben zu setzen. Durch das gemeinsame Vorgehen mit den Gynäkologen bei der Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke kann in der Regel jeglicher Bauchschnitt vermieden werden. Gerade diese Zusammenarbeit hat  sich wissenschaftlich als sicherer und günstiger erwiesen als ein zweiseitiges Vorgehen.

Operationszeit: 4 - 5 Stunden / Stationärer Aufenthalt: 12 - 14 Tage


2.a Operationsschritt nach Klitpenbildung:

- Klitpen-Korrektur und Hodensackbildung und Hodenprothesenimplantation
- gegebenenfalls Narbenkorrektur an der Brust

Operationszeit: 1,5 – 2 Stunden / Stationärer Aufenthalt: 7 - 10 Tage

 2.b Operationsschritt zur Penoidkonstruktion:

- aus freiem Unterarmlappen

oder

- aus freiem Unterschenkellappen mit Anteilen des Wadenbeins zur Versteifung mit eigenem Gewebe (Fibula-Knochen)

„Frei“ bedeutet, dass das Gewebe vom Unterarm oder vom Unterschenkel bei der Operation unter dem Operationsmikroskop an die Blutgefäße in der Leiste angeschlossen werden muss. Auch die Nerven müssen mikroskopisch an die Klitorisnerven angeschlossen werden.

Operationszeit: 6 - 8 Stunden / Stationärer Aufenthalt: circa 21 Tage

oder

- aus gestieltem Oberschenkellappen

Hierbei wird das Gewebe vom Oberschenkel mit einem Blutgefäß in die Genitalregion geschwenkt. Ein mikroskopischer Anschluss erfolgt nur vom Nervengewebe. 

Operationszeit: 4 – 6 Stunden / Stationärer Aufenthalt: circa 18 Tage

3. Operationsschritt nach Penoidkonstruktion:

- Hodensackbildung und Hodenprothesenimplantation
- Glansplastik
- gegebenenfalls Narbenkorrektur an der Brust

Operationszeit: 1,5 - 2 Stunden / Stationärer Aufenthalt: ca. 7 - 10 Tage

4. Operationsschritt nach Penoidkonstruktion aus Unterarm oder Oberschenkel:

- Implantation einer hydraulischen Penisprothesenimplantation
- gegebenenfalls Narbenkorrektur an der Brust

Operationszeit: 1,5 - 2 Stunden / Stationärer Aufenthalt: circa 10 - 12 Tage